Unfassbar – aber gesagt! Von Peanuts bis Gutmensch
Alle Jahre wieder: Seit 1991 kürt eine unabhängige Jury die »Unworte des Jahres« aus Vorschlägen von Bürgerinnen und Bürgern. Jede und jeder kann mitmachen und öffentlich geäußerte Worte beim Verein »Unwort des Jahres« einreichen, die sich zum Beispiel gegen die Menschenwürde oder die Demokratie richten oder gesellschaftliche Gruppen diskriminieren.
Erinnern Sie vielleicht noch an Aussagen wie Klimahysterie (2019), Gutmensch (2015), Opfer-Abo (2012), freiwillige Ausreise (2006), Ich-AG (2002) oder Rentnerschwemme (1996) und Peanuts (1994)?
Die jeweils ersten Plätze aller Unworte seit 1991 finden Sie nun erstmals in Buchform zusammengestellt und von der Berliner Illustratorin Franziska Schaum hervorragend mit Illustrationen und Linolschnitten bebildert.
Der Frankfurter Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser († 2024) initiierte 1991 das »Unwort des Jahres« als zivilgesellschaftliche, sprachkritische Aktion. Bis 1994 entschied die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) darüber. Seit 1994 fungiert eine politisch und institutionell unabhängige Jury als Auswahlgremium. Sie besteht derzeit aus fünf ständigen, ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. Ziel der Aktion ist es, dass wir einen sprachkritischen Blick auf Wörter und Formulierungen in allen Feldern der öffentlichen Kommunikation legen – und bestenfalls auch im eigenen Umgang mit Sprache.
Unworte – Sagen heißt Denken. 34 Unworte ab 1991
Infos
17 x 22 cm, 92 Seiten, 34 Illustrationen, gebunden
Illustratorin
Franziska Schaum, geboren im Frühling 1972 in Berlin. Ausbildung zur Schriftsetzerin, Studium der Visuellen Kommunikation in Weimar, Leipzig und Berlin. Arbeitet als Werkstattleiterin für manuelle Drucktechniken in Wismar an der Hochschule und benutzt dort auch selbst Druckpressen und Zeichenmaterialien.
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