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Schönefeld, Gemeinde in Brandenburg, südöstlich von Berlin.

Menschen: 19.995, Fläche: 82 km2, Ortsteile: 6

Flughafen: 1 2023: 176.649 Starts und Landungen und 23.000.000 Passagiere

 

Ein jahrhundertealter Friedhof, hinter dessen Mauern Signalmasten des Flughafens emporragen, von Flugzeugen niedrig überflogene Pferdekoppeln.

 

Die Gemeinde Schönefeld, die südöstlich an Berlin grenzt, ist bekannt durch den Großflughafen BER. Es ist der Ort, an dem man abfliegt und landet. Doch er ist weitaus mehr als das: Hier prallen auf den Jungmoränenplatten des Berliner Urstromtals auf 82 Quadratkilometern landwirtschaftliche und alte dörfliche Strukturen auf das Gelände des Flughafens, auf Lagerhallen und Warenverkehr, auf neugeschaffene Wohngebiete und eine Infrastruktur, die aus Flughafengebäuden, Betonwerken und Discountern besteht. Lebten in der Gemeinde im Jahr 2000 noch fast 3000 Menschen, sind es mittlerweile annähernd 20.000 gemeldete Einwohner. Neben alten Ortskernen wurden Straßenzüge gebaut, gesäumt von zweigeschossigen Häusern, die sich allesamt gleichen. Ein Dorf wurde abgerissen und die Anwohner umgesiedelt.

 

In einem Zeitraum von drei Jahren hat sich Björn Kuhligk, Absolvent der Ostkreuzschule für Fotografie, neugierig zu Fuß und auf dem Fahrrad mit Hilfe einer detaillierten Landkarte durch diese 82 Quadratkilometer bewegt. Ihn interessierte, wie sich innerhalb kurzer Zeit eine Gemeinde so extrem verändern kann und sein Gesicht wechselt, insbesondere Orte, an denen die Vergangenheit des Ortes und seine Gegenwart gleichzeitig sichtbar sind: Dorfstraßen, die plötzlich an einer Lärmschutzmauer enden, ein Hochsitz vor einer überdimensionierten Lagerhalle, Zäune und Häuser, die in ihrer Form darauf verweisen, dass sie bereits in der DDR standen. Vor dem Hintergrund eines städtebaulichen Wachstums, das normalerweise erheblich länger dauert, und der permanenten Unfertigkeit eines Wohnraums stellt er in seiner Arbeit die einfache und dringliche Frage: Wie wollen wir leben? Doch Menschen sind auf den Arbeiten nicht zu sehen. Alles, was er in den Bildern erzählt, verweist auf sie. Kurzum: In seiner Arbeit „Schönefeld“, die exemplarisch für einen Ort steht, der sich mitten im Wandel befindet, setzt er sich auf subtile Weise mit Herkunft und Identität am Beispiel der Gemeinde Schönefeld auseinander und schafft ein gegenwärtiges Portrait der Gemeinde Schönefeld, über die es bisher keine fotografische Arbeit gab.

Björn Kuhligk – Schönefeld

Artikelnummer: ISBN 978-3-96849-128-8
40,00€Preis
inkl. MwSt.
Anzahl
  • Infos

    Signierte Exemplare solange der Vorrat reicht.

    30 x 20 cm, 88 Seiten, 40 Fotos.

    Mit einer Reportage über die Gemeinde Schönefeld

    Hardcover, Fadenheftung

  • Autor

    Björn Kuhligk, * 1975 in Berlin (West), ist Fotograf und Schriftsteller. Zuletzt erschien sein Buch „Berlin-Beschimpfung“, illustriert von Jakob Hinrichs, in der Favoritenpresse.

    https://kuhligk.com/

  • Vorzugsausgaben

    Es erscheinen drei Vorzugsausgaben 

     

    VA A »Misthaufen«

    VA B »Betonmischwerk«

    VA C »Hofeinfahrt«

  • Presse

    »Schönefeld um. Einmal pro Woche. Manchmal zu Fuß. Meist mit dem Fahrrad. Bis er jeden Weg und jede Straße der 82 Quadratkilometer umfassenden Gemeinde mindestens einmal in jede Richtung abgegangen oder abgefahren war. Dann hatte er genug Material für ein Buch. „Das Thema war ausfotografiert“, sagt er. 500 Bilder zog er für seinen Band in Betracht. 40 Motive hat er am Ende ausgewählt.« (FAZ)

     

    »Als er 2021 ein dreijähriges Studium bei der Ostkreuz-Fotoschule begann, war er bereits Mitte vierzig,lebte von der Schriftstellerei und hatte knapp ein halbes Dutzend Langgedichte von 200 Seiten und mehr veröffentlicht. Lyrik, sagt er, verlange Präzision und versuche etwas zur Sprache zu bringen, was unsagbar ist. Sie verlange Mitarbeit vom Leser. Er nennt sie eine Einladung, in ein neues Denken einzutreten. Dass er diesen Ansatz in seine Fotografie übernommen hat, ist nicht zu übersehen. Auch seine Bilder erschließen sich erst allmählich. Natürlich zeigt er kein Idyll. Nicht allein aus Desinteresse an derlei Bildern. Das gebe es hier schlichtweg nicht, sagt er. Was sich bei einer längeren Rundfahrt durch die Ortsteile bestätigt.« (FAZ)

     

    »Kuhligk wird nicht plakativ. Kritisiert nicht. Erzählt zwar von den Umweltschützern, die sich an die Landebahn geklebt hatten. Aber er unterstützt sie nicht. Er hielt einfach nur mit dokumentarischen Mitteln einen Moment in der dramatischen Entwicklung rund um den Berliner Großflughafen fest. Wer in einigen Jahren in seinem Buch blättert, wird deshalb auch kaum mit nostalgischem Gefühl sagen: So hat es einmal ausgesehen. Sondern: So hat es begonnen.« (FAZ)

     

    »Schönefeld ist jetzt als Buch erschienen, natürlich eingeleitet von einer Kuhligkschen Schönefeld-Reportage. Wir finden, er ist nicht nur ein wahrer Künstler des geschriebenen Wortes, sondern auch ein Künstler der fotographisch erzählten Geschichten.«  Silke Super, radioeins

     

     

    »Der Berliner Schriftsteller und Fotograf Björn Kuhligk hat drei Jahre lang immer wieder die Gemeinde Schönefeld im Südosten erlins besucht. Sein Bildband Schönefeld erzählt von einem 82-Quadratkilometer-Areal im nicht zuletzt durch den BER beförderten Wandel.« Tip, Berlin

     

     

    »Trostlose, von Menschenhand geschaffene Landschaften, die – obwohl immer wieder mit Industriearchitektur, hochragender Kommunikationstechnik oder auch archaischen Strukturen (Hochstand, Misthaufen) bestellt – stets leer und verlassen wirken und die eher auf eine Ferne oder Abwesenheit verweisen als auf das unmittelbar Lebendige oder überhaupt auf irgendeine Art von Betriebsamkeit. Jedoch bedeutete die Tatsache, dass die Fotos ein solches Wegdriften überhaupt verursachen konnten, einen Beleg ihrer außerordentlichen Qualität.«  taz, berlin

  • Gestaltung

    Christin Albert

    https://calbert.de/

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